Es ist ja unerträglich, sich Handyverträge durchzulesen. Und wer macht das schon wirklich gewissenhaft? Jeder kennt doch das Problem: eigentlich möchte man nur ein einfaches Mobiltelefon haben, und dann wird man doch zur Wahl gezwungen. Zur Wahl zwischen unzähligen Tarifen, die Wahl zwischen unterschiedlichen Optionen, Bausteinen, Modulen, wie auch immer man es jetzt auch nennen mag. Und die Listen mit Kleingedruckten sind von epischer Länge.
Zum Glück, im Unterschied zum Epos, nicht in Versen geschrieben, was das Unterfangen der Orientierung nicht unerheblich erschweren würde, aber dafür verlässt einen schneller die Konzentration als den ungeübten Leser bei der Lektüre antiker Texte mit Versbindung. Selbstverständlich sollte man NIE auf die Idee kommen, einen Vertrag zu unterschreiben, ohne dass man den Vertrag mit aller Sorgfalt gelesen und überprüft hätte, und es sei an dieser Stelle dringend davon abgeraten, seine Unterschrift unter einen gar nicht oder nur unsorgfältig gelesenen Vertrag zu setzen. Wohl dem, der so unvorsichtig war und trotzdem keine üble Überraschung erlebt hat. Aber man kennt es ja doch, und es hebe die Hand, wer nicht doch schon einmal zumindest mit der Idee geliebäugelt hat, das Vertragswerk eines als seriös eingestuften Unternehmens einfach so zu unterschreiben, ohne sich großen Streß zu bereiten.
Immer schön das Kleingedruckte lesen!
BASE stellt in diesem Zusammenhang keine Ausnahme dar, das tut nämlich niemand. Aber zumindest besitzen die Verantwortlichen für den Internetauftritt des Unternehmens base.de den Anstand, einen benutzerfreundlichen Tarifrechner auf die Webpage zu stellen. Wie das Kleingedruckte dann im Einzelnen aussieht, muss sich natürlich jeder selbst angucken und dann entscheiden, was er davon hält, schließlich ist man ja mündiger Bürger.
Beispiel eines Tarifrechners eines Anbieters
Bevor man einen Handy Vertrag abschließt, sollte man also sein wachsames Auge walten lassen, aber der Tarifrechner ist unverhältnismäßig einfacher zu handhaben als es die eigenständige Suche zulässt: man hat die Auswahl zwischen sieben verschiedenen Tarifoptionen und kann die jeweilig gewünschten Bausteine einfach in einem Kästchen am rechten Rande abhaken. Die Software rechnet dann automatisch den Preis aus, addiert also die Preise der verschiedenen ausgewählten Möglichkeiten. Wenn man sich dann noch fragt, was passiert, wenn er zum Beispiel nur die SMS-Flatrate ausgewählt hat, und dann aber doch jemanden anruft, kann man die betreffenden Preise erfahren, indem man den Cursor auf das Feld für die Details der Auswahl bewegt.
Dort wird dann nochmal eine ganze Liste mit Preisen aufgeführt. Und natürlich muss man auch nicht die Katze im Sack kaufen, auch wenn die Internetbestellung möglich ist. Man kann aber auch die Informationen ausdrucken und in Ruhe durchgehen. Oder, wenn man das Glück hat, mit einem Anwalt befreundet zu sein, auch diesem das Vertragswerk vorlegen. So etwas ist für Fachleute schnell durchgelesen. Auf diese Weise sollte jeder zu seinem Wunschtarif kommen können.